"Hier schlafen sie mit einem Original". Mit diesem Slogan wirbt das Galerie-Hotel "Leipziger Hof" um kunstinteressierte Touristen, die immer häufiger in die Stadt kommen. Angelockt durch Artikel in der "New York Times" und dem Kunst-magazin "ART" oder durch Mundpropaganda wollen sie meist ein bestimmtes Phänomen erkunden: die Werke der "Neuen Leipziger Schule".
In den 60er Jahren riefen die Künstler Werner Tübke, Wolfgang Matt-heuer und Bernhard Heisig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst die Ära der "Leipziger Schule" ins Leben. Inzwischen ist eine jüngere Künstler-generation mit Vertretern wie Neo Rauch und Matthias Weischer heran-gewachsen, die sich bereits von New York bis Tokio einen Namen gemacht und einen regel-rechten Kunsthype ausge-löst hat. Dieser Trend soll nun touristisch
genutzt werden. Wer nach dem Besuch der Kunst-stätten nicht genug hat, kann gleich noch mit Original-Werken einhei-mischer Künstler im Hotel-zimmer nächtigen. Klaus Eberhard, Inhaber des Galerie Hotels "Leipziger Hof", hat im Laufe der Jahre mehr als 250 Arbeiten Leipziger Künstler erworben und erfüllt spezielle Wünsche seiner Gäste, die in Zimmern mit Werken von Mattheuer oder Rauch schlafen wollen.