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Herbert Blomstedt (re.) und Hausherr Prof. Klaus Eberhard in der Galerie
des Leipziger Hofs. Zur Inauguration als Kapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig luden wir Herrn Prof. Herbert Blomstedt und seine Frau zu einem Podiumsgespräch am 6.9.1998 in unsere Galerie ein. In den Räumen der Galerie lief zu dieser Zeit (26.6.-13.9.1998) die Ausstellung "Studien aus dem Konzertsaal" mit ca. 50 Arbeiten von Arndt Schultheiss. Die Moderation hatte Peter Korfmacher, Musikkritiker und Leiter der Kulturredaktion der "Leipziger Volkszeitung" - übernommen. Über zwei Stunden beantwortete Herbert Blomstedt Fragen der Besucher und sprach über seine Pläne mit dem Gewandhausorchester. Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden zwei neue Zeichnungen von Arndt Schultheiss, die er während der ersten Probenarbeit von Herbert Blomstedt im Gewandhaus angefertigt hatte - eine der beiden hängt heute im "Gewandhauszimmer" des Hotels. Scherzhaft berichtete Blomstedt, dass er nur nach Leipzig gekommen sei, weil Dr. Girardet, der Leipziger Kulturdezernent, bei den ersten Gesprächen ihm eine Radierung von Arndt Schultheiss als Geschenk mitgebracht hatte, die Igor Markewitsch, einen seiner beiden Lehrer zeigte. Arndt Schultheiss und Hausherr Klaus Eberhard übergaben ihm zum Ende der Podiumsgespräche als gemeinsames Gastgeschenk eine Radierung seines zweiten Lehrers Leonard Bernstein. Gerührt nahm Blomstedt das Geschenk entgegen und erzählte auf Bitte der Zuhörer über seine Zeit mit Leonard Bernstein. "Er war ein Vollblutmensch, liebte die Frauen, die Männer, den Alkohol, die Zigaretten, manchmal auch Drogen und natürlich über alles die Musik ...und probierte alles aus - häufig bis zum Exzess". "So ganz anders als Sie", bemerkte ein Podiumsteilnehmer. "Sie haben Recht," stimmte Blomstedt zu, "aber ich habe Leonard Bernstein immer außerordentlich geschätzt und bin bestens mit ihm zurecht gekommen.". |
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