13. Dezember 2003
Allgemeine Hotel- und Gaststätten-Zeitung
Große Unicef-Auktion
im Galeriehotel
Großzügige
Künstler-Hilfe erbrachte insgesamt
13.324 Euro für
notleidende Kinder in Liberia
Leipzig (jg.). Der 50. Geburtstag von UNICEF
Deutschland brachte ein Leipziger Hilfswerk wieder in Schwung.
Über 70 namhafte Künstler hatten Gemälde,
Grafiken oder Plastiken spendiert, die zu niedrigen Aufrufpreisen
unter den Hammer von Auktionarin Bärbel Müller
kamen. Neben ihr, die kostenlos die Zuschläge erteilte,
trug auch das Galeriehotel Leipziger Hof, das seine Räume
gratis zur Verfügung stellte, zum unerwartet hohen
Nettoerlös von 13.324 Euro für die Kinder im Bürgerkriegsland
Liberia bei.
Der Ansturm zu dieser vorweihnachtlichen Solidaritätsaktion
war riesengroß. „Seit die Bilder hängen“,
erzählte Hausherr Prof. Klaus Eberhard, „kamen
gut 250 Interessenten, um die Objekte zu sehen“. Als
es schließlich ernst wurde, war der Saal proppenvoll.
Besonders bei Arbeiten von Sieghard Gille, Katrin Kunert,
Michael Möbius, Gerald Müller-Simon, Neo Rauch
oder Werner Tübke, setzten sich die Bieter gegenseitig
unter Druck, ehe der Zuschlag erteilt wurde. Am Ende hatten
76 von 89 angebotenen Kunstwerken den Besitzer gewechselt.
Nur einer hielt sich zurück. Klaus Eberhard, froh nach
überstandener Hüftoperation seine Gäste selbst
begrüßen zu können, verzichtete, in dem
einen oder anderen Fall sicher schweren Herzens, darauf
selbst in das „Gerangel“ einzugreifen. „Ich
kenne die Angebote der Fernbieter“, begründete
er das mit dem Fairplay. Außerdem habe ihm die Aktion
wie allen Beteiligten ohnehin schon genug gebracht. In der
Tat. Während sich eifrige Organisatoren der Leipziger
UNICEF-Gruppe über reichlich Ertrag freuten, brachte
der Versteigerung manchem Künstler ein Zubrot, vielen
Kunstfreunden Nervenkitzel und einigen ein Kunstschnäppchen
ein.. Der Leipziger Hof, in dem Eberhard bereits über
200 Originale versammelt hat, konnte sich über starke
Publikumsfrequenz und Medienaufmerksamkeit freuen. Nach
fünf Jahren Pause fiel der Neustart dieser UNICEF-Aktion
also überaus erfreulich aus.
Was vermuten lässt, dass eine Neuauflage inklusive
Künstlermenü kaum mehr als ein Jahr auf sich warten
lässt.