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Galerie Hotel Leipziger Hof
Hedwigstr. 1-3
04315 Leipzig
Tel: 0341/6974-0
Fax: 0341/6974-150

info@leipziger-hof.de

So finden Sie zu uns:
Stadtplan




Kühne: Ecke Ludwig/Rosa-Luxemburg-Str.
Der Bestseller von Niels Gormsen und Armin Kühne; Verlag: Edition Leipzig. Auch die Geschichte des 'Leipziger Hofs' ist mit einigen Fotos sehr schön beschrieben.

Gewandhaus-Quintett
Musiker des Gewandhausorchesters bei einem unserer Galeriekonzerte, u.a. Christian Giger (l.), erster Solocellist des Gewandhausorchesters und Hartmut Brauer (2. v.l.), Vorsitzender des Orchestervorstands. dabei.

Kühne: Ecke Ludwig/Rosa-Luxemburg-Str.
Gebäude Ecke Ludwig-/Rosa-Luxemburg-Straße mit einem Hinweis auf den 'Leipziger Hof'; Foto: Armin Kühne.
"Grafik aus der Werkstatt für Lithografie"

der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig,
Studenten, Meisterschüler, Dozenten, Professoren

Ausstellungsdauer:
7. Juni bis 31. August 2001
verlängert bis 9.9.2001

Öffnungszeiten: täglich 10 - 20 Uhr über die Rezeption des Hotels. Gelegentlich finden Veranstaltungen in der Galerie statt, so dass der Zugang eingeschränkt sein kann (Auskunft Tel. 0341/6974-0).
Führung: Jeden Mittwoch ab 18 Uhr durch die Ausstellung und durch die Kunstsammlung des Hauses.


Aus einer der traditionsreichsten originalgrafischen Werkstätten, der Werkstatt für Lithografie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, werden aktuelle Arbeitsergebnisse gezeigt.

Lithowerkstatt HGB Blick in die Werkstatt für Lithografie der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Pfaffendorfer Str. 33, Leipzig

Die Auswahl der Grafiken von Studierenden, Diplomanden, Meisterschülern und Lehrenden der Hochschule sind Ergebnisse jenes faszinierenden Prozesses der Arbeit auf dem Stein oder auf der Metallplatte.

Ein Beitrag ehrt den legendären Steindrucker Horst Arloth, der von 1954 bis 1989 an der HGB Leipzig tätig war. Gezeigt wird eine kleine Auswahl von Steindrucken aus seiner Belegsammlung mit Arbeiten von Altenbourg, Heisig, Tübke, Peuker, Rink, Burger, G. Richter, Münzner, Kuhrt, Horlbeck-Kappler und Mayer-Foreyt.

Eine Zusammenstellung der ausgestellten Arbeiten finden Sie in der Verkaufsliste

Lithowerkstatt HGB Jean Drache, "Keine Meldung", Algrafie, 6-farbig, 1998, 450 DM.

Im Restaurant, bei schönem Wetter auch im Biergarten, bieten wir Ihnen von 17.00 Uhr bis 24.00 Uhr Getränke, Snacks und a-la-carte Gerichte an (warme Küche bis 22 Uhr.) Speisekarte
Wie stets während der Ausstellungsdauer bieten wir Ihnen unser Künstlermenü an, diemal ein sommerliches 3-Gang "Grafik-Menü" mit einer pikanten Gurkensuppe, Putenbrust auf Mandelsplitter, mit Broccoli und Kartoffelkroketten, und einem Sorbet 'La vie'(Preis 39,50 DM). Reservierungen nehmen wir gerne per eMail Reservierung@leipziger-hof.de oder telefonisch (0341/6974-0) entgegen.

Britta Schulze, Hinter dem ... Britta Schulze, 'Hinter dem Tor', Steindruck, 3/5, 40x53 cm, schwarz/weiß, 2000, 220 DM.



Zur Ausstellungseröffnung sprach Prof. Rolf Münzner,
Professor für Freie Grafik und Leiter der Werkstatt für Lithografie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Münzner ist seine Einführung hier wiedergegeben:

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen, liebe Studenten,

auch ich möchte Sie zur Eröffnung dieser Grafikausstellung begrüßen. Ich möchte hier keine langen Ausführungen machen, sondern vielmehr sollte im Anschluß noch genügend Zeit bleiben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Es ist nicht die erste Präsentation "Grafik aus der Werkstatt für Lithografie der HGB", aber es ist die erste in Leipzig außerhalb der Hochschule - und nun hier im "Leipziger Hof" - dafür möchten wir uns bei Herrn Prof. Eberhard bedanken.

Dank auch an die Mitarbeiter des Hauses und die Studierenden der Hochschule, die engagiert beim Aufbau dieser Präsentation mitgewirkt haben.

Seit unserer Ausstellung im Schloß Glauchau 1995,dann Stationen über Chemnitz, Wernigerode, Weimar, Halle, Merane bis nun in Leipzig waren wir immer bemüht, möglichst aktuelle Arbeitsergebnisse zu zeigen, auch Arbeiten, die etwas älter, aber in den neunziger Jahren entstanden sind.

Gezeigt wird in dieser Ausstellung auch eine kleine Auswahl von Steindrucken aus der Belegsammlung des Druckers Horst Arloth.

Horst Arloth wurde im vergangenem Jahr 75. Er war von 1954 bis 1989 an der HGB als Leiter der Lithografiewerkstatt tätig.

Diese Werkstatt war über Jahrzehnte Anlaufstelle für unzählige Grafiker der Region um Leipzig und darüber hinaus. Es war weit und breit die einzige Werkstatt, die neben den Hochschulaufgaben auch freischaffenden Kollegen zur Verfügung stand.

Wir ,Herr Wiesner und ich, sowie viele der lithografierenden Künstler in und um Leipzig haben ihm viel zu danken.

Aus seiner Sammlung überließ er uns für diese Ausstellung Drucke von Altenbourg, Heisig, Tübke und anderen. Arbeiten, die über Jahrzehnte das hohe Niveau mitbestimmten und immer Inspiration für Neulinge in der Werkstatt waren. Ein kleiner Hinweis auf Historisches sollte dies sein - eine Ausstellung über die Werkstatt für Lithografie müsste ganz anders konzipiert sein.

- Diese Ausstellung hier sollte Werkstattcharackter haben, sie soll zeigen, wie und was jetzt in dieser traditionsreichen Werkstatt gemacht wird.

- Sie soll auch zeigen, wie sich die künstlerische Inanspruchnahme dieser originalgrafischen Technik wandelt, wie sich damit auch didaktische Möglichkeiten ändern.

Der allgemeine Stand der Lithografie ist heute hoch und anspruchsvoll und erscheint immer noch als ein schwieriges druckgrafisches Verfahren. Besonders wenn man von einer hohen Erfahrungsstufe ausgeht, bieten die experimentell erweiterten, kaum begrenzten technischen Möglichkeiten eine Vielzahl individueller Ausdrucksformen.

Grundvoraussetzungen werden den Studierenden an unserer Hochschule schon als Orientierungskurs im 1.Studienjahr als Einstieg vermittelt - d.h. Studierenden aus allen Studiengängen im gemeinsamen Grundstudium. Später gibt es die Möglichkeit der vertiefenden Kurse und weiterführenden Arbeit im Fachstudium.

Die Arbeiten hier sind aus dem Fachstudium und dem Aufbaustudium, also von Studierenden, die sich für diese originalgrafische Technik frei entschieden haben. Es sind Ergebnisse dieses faszinierenden Prozesses der Arbeit auf dem Stein. Die scheinbare Einfachheit, den zeichnerischen Gestus gedruckt wiedergeben zu können, hat von jeher Zeichner, Grafiker und Maler interessiert.

Der imposante Lithostein, frisch geschliffen, ermöglicht durch seine hochästhetische Oberfläche wunderbare Abriebflächen für zarteste Kreiden, feinste Stifte oder kräftige Schwärzen oder aber vielfältige Tuschlavouren oder mechanische Eingriffe. Man hat es mit relativ geringem Materialwiderstand zu tun, wenig vergleichsweise technisches Umdenken ist nötig und ganz spontanes Arbeiten ist gegeben.

Nun, die Schwierigkeiten beginnen erst beim Druckbarmachen dieser oft sehr differenzierten Arbeiten, - für jeden Lithografen ist dies die "Nagelprobe", denn gerade die unmittelbare Frische und Transparenz sind der Reiz - und dies will man vielleicht gerade erreichen.

Zugleich bietet diese Technik ungeheuer viele Möglichkeiten für Korrekturen, Formveränderungen, Modifikationen, Veränderungen der Oberflächenstrukturen des Steines, neue Texturen können gewonnen werden.

Bilder können nur teilweise gelöscht werden und aus Versatzstücken entstehen neue Ansätze; vielleicht auch wieder neue Lavierungen subtil abgestimmt, oder Kreidenouancierungen, oder neues Zeichnen und Linien erfinden. Oder sich nachträglich mit der Vorzeichnung nochmals beschäftigen. Vielleicht aber wird alles zu einer Fläche zusammengezogen und nur der begrenzende Rand bringt die Spannung.

Wenn immer mehr dieser spezifischen Eigenarten verstanden werden, wird die Sache auch aufregend und mancher Studierende rollt immer noch mit den Augen, wenn unvermutet neue Wirkungsweisen gefunden werden.

Seine Handschrift kann sich ändern, wenn die grafische Technik zum Korrektiv wird.

Der Entstehungsprozeß bekommt einen gewissen Vorrang, Aspekte der Zeichnung und Gestaltungsfragen insgesamt kommen hinzu - eine lebendige Auseinandersetzung mit dem grafischen Bild entsteht!

Voraussetzung dafür bleibt dieser traumhaft universelle Druckträger LITHOSTEIN und unsere in Jahrzehnten gewachsenen Werkstattmethoden, Ausbildungsstrukturen und Lehrangebote, in denen alle Grundtechniken des künstlerischen Steindruckes enthalten sind, auch solche, die wohl nur in dieser Form in Leipzig vermittelt werden (dazu zählen auch diese Ausstellungsprojekte).

Nun, nicht immer ist die Beherrschung der Technik Maßstab für künstlerische Qualität, doch wenn beides zusammenkommt, sorgt es für doppelte Aufregung.

Ich hoffe, Sie machen in der Ausstellung solch erregende Entdeckungen.

© Rolf Münzner, 2001


Wir laden Sie gern per eMail zu unseren Veranstaltungen ein. Es genügt, wenn Sie hierzu Ihre eMail Adresse an Einladung erwuenscht schicken.

Vorherige Ausstellungen:

17.3. - 4.6.2001
"30 Jahre Leipzig. Es lohnt sich hinzuchauen". Fotoausstellung von Armin Kühne. Ein Leipziger sieht seine Stadt. Ausstellung Kühne

Programm des 4. Galeriekonzerts mit Musikern des Gewandhausorchesters Leipzig. Programm

Presseberichte allgemein
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Letztes Update: 21.9.2006