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im
Galerie Hotel Leipziger Hof
Hier schlafen Sie mit einem Original

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde unseres Hauses und unserer Galerie,


wir freuen uns, Sie zum Galerieabend für
Samstag, den 9. November 2013, 19.00 - 22.00 Uhr
herzlich in unsere Galerie einzuladen.

Wenn Sie am Abend der Eröffnung nicht bei uns sein können, haben Sie bei Ihrem nächsten Leipzig-Besuch noch bis zum 26. Januar 2014 Gelegenheit, diese außergewöhnliche Ausstellung anzuschauen. Sie ist ein - aus berufenem Munde - wunderbar kommentierter Gang durch die Kunstgeschichte.

Gerd Dengler (re.) mit Assistentin "Quinta", ©Foto privat 19.00 Uhr: Eröffnung der 68. Ausstellung

Gerd Dengler
Kunst & Kitsch kitzeln im Dekolleté der Seele - Kleine Malschule

62 Digiprints nach Monotypes, 2013, 80 x 60 cm, je 3 Exemplare, signiert und nummeriert. Die Bilder sind der Malkunst, bzw. ihren Protagonisten gewidmet, die Texte Robert Gernhardt.

Wir haben Prof. Dengler gebeten, nach der Begrüßung durch den Hausherrn selbst einige Worte an die Besucher zu richten.

ab ca. 20.00 Uhr
Nachfeier im Restaurant. Der Künstler und die Ausstellungsmacher freuen sich darauf, mit Ihnen zusammen den Abend in lockerer Form ausklingen zu lassen.

Wie immer bieten wir neben unserer allgemeinen Speisen- und Getränkekarte das traditionelle Künstlermenü an, dieses Mal ganz bayerisch (s.u.), auch als Reverenz an unseren ausstellenden ur-bayerischen Kunstprofessor.

Ausstellungsdauer: 10.11.13 - 26.1.14, täglich 10 - 20 Uhr.
Der Zugang zur Galerie kann gelegentlich durch
Veranstaltungen eingeschränkt sein.
Auskunft telefonisch unter 0341 - 69740.




Gerd Dengler
Kurzbiografie

geb. 1939 in Karlsbad

Studium der Malerei bei Erich Glette in München

Bis 2005 Professur für Malerei, Grafik und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste München

Künstlerischer Austausch mit Studenten und Professoren der Akademien in Angers und Carrara

Aufbau und langjährige künstlerische Leitung der Sommerakademie Neuburg an der Donau (ab 1982)

Museumsausstellungen u. a. im Lenbachhaus München, Ludwigshafen, Neapel, Neuburg a. d. Donau, Kunsthalle Mannheim, Celle...

Internationale Ausstellungen, u. a. in Carrara, Stockholm, Ischia, Basel, Neapel, Angers, Paris, Olevano Romana, Madrid, Osaka...

Diverse Publikationen




Der regionale Bereich bietet der künstlerischen Motivsuche anregende Weidegründe.
Der junge Maler durchstreife offenen Auges die Provinz.
Vielleicht begegnet er jungfräulichen Müttern, Ufos oder seltsam blauen Reitern. Deren Weiden sind jedoch seit hundert Jahren ziemlich abgegrast.
Für Blaue Reiter

Den erhöhten Standort wählt der Maler wegen des guten Überblicks. Oder weil er dort von aller Welt gesehen wird.
Er sollte bedenken, dass es oben oft sehr windig ist und der Abgrund nah.
Für Edward Hopper




Wenn – wie es gelegentlich vorkommt – eine Versuchung an den Maler herantritt, sollte er nicht der Ablenkung unterliegen, sondern der Inspiration den Pinsel führen lassen.
Für Man Ray



Vorwort
von Gottfried Knapp
zu Denglers Buch
„30 000 Jahre Malerei / Hommage an die Malkunst“


"Nirgendwo ist man als Freund der Künste vom Humor, vom Lachen und von der Ironie weiter abgeschnitten als in den bildenden Künsten.

Die Schreibkunst, also die Literatur, ergeht sich immer wieder lustvoll in Formen des Heiteren und Komischen. Und auch die Musik hat manche Formen des Humors ausgebildet; in der Klassik kann etwa die Satzform „Scherzo“ als Beweis dienen. Für die Baukunst aber – um zu den bildenden Künsten zu kommen – können Formen von Heiterkeit sogar tödlich sein: Wenn Architektur beim Betrachter oder Benutzer auch nur ein verstecktes Schmunzeln hervorruft, hat sie ihren Zweck verfehlt.

Aber auch in der langen Geschichte der Malerei gibt es wenig zu lachen. Wo Maler oder Zeichner sich inhaltlich oder formal der Ironie oder der Satire bedient haben, sind Karikaturen entstanden. Diese bewussten Verzerrungen der abgebildeten politischen oder sozialen Realität bilden ein eigenes Genre, das sich neben der Malerei oder der Zeichenkunst profiliert hat.

Was aber irgendwann in den Kodex der Malerei aufgenommen worden ist, entbehrt jeder ironischen oder komischen Pointe, sieht man von dargestellten humorigen Genreszenen, wie sie im 17. Jahrhundert in den Niederlanden oder später im Biedermeier beliebt waren, einmal ab. Doch auch diese Schmunzelbilder werden mit der gleichen witzfreien handwerklichen Ernsthaftigkeit abgeliefert.

Für einen Maler und kunstgeschichtlich gebildeten Akademieprofessor, der Sinn für Witz, Komik und Ironie hat, könnte darum der seit langem festgelegte, über Jahrhunderte hinweg oft bestätigte, nur partiell immer mal wieder modifizierte Kanon der Kunstgeschichtsschreibung durchaus ein Grund für ironische Randbemerkungen sein – oder auch für Überlegungen, die sich (selbst-)kritisch mit dem Medium Malerei beschäftigen.

Man kann ja wohl davon ausgehen, dass jeder, der Kunst lehrt, also etwa die Grundprinzipien der Malerei oder aber bestimmte Partien der Kunstgeschichte an andere weitervermitteln will, seinen Zuhörern ein subjektiv gefärbtes Bild der angepeilten Epoche gibt. Er wird seinen eigenen Wertemaßstab als Richtlinie ansetzen, also die Größen der Vergangenheit nach seinen eigenen Vorstellungen und Vorlieben bewerten und entsprechend einander zuordnen.

Gerd Dengler, der sich als Professor an der Akademie der bildenden Künste in München ein umfassendes Wissen über die Geschichte der Malerei, aber auch ein sehr persönlich gefärbtes Wertesystem erarbeitet hat, ist als Maler, aber auch als Denker immer schon weit über die Gepflogenheiten seiner Kollegen hinausgegangen.

Seine für viele Kollegen rätselhaft antikünstlerische Malmethode war von der ersten Minute an eine anarchische Parodie dessen, was im ehrwürdigen Bildmedium Malerei handwerklich oder künstlerisch als Qualität gilt, aber auch eine ironische Simplifizierung dessen, was er selber in der Kunstform der Malerei für erwähnenswert oder gar überragend hält...
"

(c)Den vollständigen Text kann man im Buch und unter www.gerd-dengler.com nachlesen.




Leben, Liebe und Tod sind seit jeher hehre Themen der Kunst. Die Malerei hat gegenüber den digitalen Medien die Qualität, in ihrer Analogie dem fließenden Übergang von Leben, Liebe, Tod kohärentes Abbild zu sein. Für Francis Picabia





Naturstudium war in der akademischen Tradition Grundlage des Kunststudiums.
Als bemerkt wurde, dass die Natur ohnehin ihrer Zerstörung entgegen strebt und deren Studium bis zum Verlust eines Ohres führen kann, beendete die Moderne diese Übung: Kunst komme nicht von Beobachten und handwerklichem Können, sondern aus dem Inneren! Behauptet sie.
Für Vincent van Gogh

Künstlermenü

Unser traditionelles Künstlermenü steht dieses Mal ganz im Zeichen Bayerns, auch als Reverenz an unseren ausstellenden ur-bayerischen Kunstprofessor. Es gibt

Weißwürscht
Brezn
Obadzda
Apfelstrudel


14,90 €

Dazu empfehlen wir ein bayerisches Weißbier.

Gerd Dengler hat zum Künstlermenü angemerkt:
"Liebhaber der Münchner Schule geben sich öffentlich gerne als Kenner angesagter Moderne. Der Liebe zu ihrer eigentlichen Kunst fröhnen sie in Landhaus und Zirbelstube. Dabei ist der barocke Goldrahmen dem Gemälde, was dem auf der weißblauen Münchner Schule-Inkunabel abgebildeten Weißwurscht der Senf. Geschmacksverstärker machen das Auszuzeln schmackhaft.
Bei der Leipziger Schule kenn ich mich nicht aus".


Reservierung:

Möchten Sie am Galerieabend teilnehmen?

Gerne nehmen wir Ihre Reservierung
telefonisch unter 0341 - 69 74 0
oder per email entgegen.
Führungen:

Nicht an jedem Freitag im Jahr, jedoch an den meisten (Auskunst unter 0341 - 69 74 0), führen wir um 17 Uhr durch unsere Kunstsammlung mit über 450 Arbeiten der "Leipziger & Neuen Leipziger Schule"
(Dauer ca. 60 Minuten, Eintritt frei, telefonische Anmeldung erbeten).
Sonderführungen können gerne auf Anfrage gebucht werden.


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   Saane Süßmilch, "K.E.", 2005
Mit herzlichen Grüßen
Prof. Dr. Klaus Eberhard

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im GALERIE HOTEL LEIPZIGER HOF
Hier schlafen Sie mit einem Original
Hedwigstr. 1-3, 04315 Leipzig
1300 Meter östlich vom Hauptbahnhof
Tel. +49 341 6974-0
Fax +49 341 6974-150
klaus.eberhard@leipziger-hof.de

www.leipziger-hof.de
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Letztes Update: 30.10.2013