Fischer-Arts 'Brühl-Türme'
- Gedanken zur derzeitigen Diskussion -


Michael Fischer-Art vor dem mittleren der drei 'Brühl-Türme'

Natürlich kann (soll?) man über Kunst streiten! Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden! Ob nun jemand Fischer-Arts Kunst mag oder nicht, steht überhaupt nicht zur Debatte.

Wichtige Leipziger Persönlichkeiten unterstützen Fischer-Art beim Brühl Projekt und bei anderen Projekten , so OBM Jung, Freiherr Speck von Sternburg, Prof. Mohr, Prof. Niederwieser und zahlreiche andere Leistungsträger dieser Stadt.

Bei den Firmen ist es nicht anders: Hier unterstützen renommierte Firmen wie beispielsweise die Firma Porsche das Brühl Projekt von Fischer-Art.

Unanständig in der jetzigen Debatte um Fischer-Art ist die persönliche Gehässigkeit und Ungerechtigkeit, mit der einige wenige zu Werke gehen. Ich will hier ein Beispiel nennen:

Vor kurzem sagte ein Teilnehmer, der am Podiumsgespräch in der Nikolaikirche teilgenommen hatte, das Verhalten von Fischer-Art sei "geradezu faschistoid". Ein von mir geschätzter, fast 80-jähriger Leipziger Maler, der bei uns stand, nickte auch noch zustimmend!

Dies ist in höchstem Maße absurd und lächerlich: Michael Fischer-Art war Wehrdienstverweigerer in der DDR, er ist bekennender Pazifist und hat sich wie kein anderer Leipziger Künstler gegen die Neonazi-Aufmärsche mit dem Slogan "Farbe gegen Braun" engagiert zur Wehr gesetzt. Fischer-Art war stets in der ersten Reihe der Gegendemonstranten bei solchen Aufmärschen zu finden.

Es ist bedauerlich, dass Kunstkritiker wie Peter Guth (verstorben) oder Klaus Werner (krank), nicht mehr in die heutige Debatte eingreifen können.

Wie wohlwollend sachlich und kompetent war doch seinerzeit unser Streitgespräch in der galerie.leipziger-schule über die damalige Ausstellung von Fischer-Art im Jahre 1999:

Klaus Werner (li.) und Michael Fischer-Art
Klaus Werner (li.) und Michael Fischer-Art, 1999, Galerie Hotel Leipziger Schule

Dr. Klaus Werner, damaliger Direktor der Galerie für zeitgenössische Kunst, der auch die Moderation übernommen hatte, Prof. Rüdi Bauer, damaliger Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Dr. Johannes Stahl, damaliger Landeskurator für Sachsen-Anhalt, und andere diskutierten heftig mit Fischer-Art über sein künsterisches Schaffen und die Vermarktung seiner Kunst. Alle drei hier namentlich Genannten sind nicht gerade als Anhänger der Kunst von Fischer-Art bekannt!

Peter Guth schrieb im Jahre 2001 in der Leipziger Volkszeitung die vielleicht kompetenteste Rezension über Fischer-Arts Werk unter der Überschrift "Bürgerschreck, ganz nahe am Nerv der Zeit". Wir geben hier einen Link auf den

Bericht,

in dem es unter anderem heißt "Fischer-Arts Bilder - immer auch farbig-kreischende Attacken gegen langweiligen Intellektualismus oder geheuchelten Tiefsinn".

Der 'Bürgerschreck' erinnert an Till Eulenspiegel. Wie wäre es mit einer Auftragskomposition des Gewandhauses - vielleicht an Steffen Schleiermacher - mit dem Titel "Fischer-Arts künstliche Streiche"?


© Klaus Eberhard, Oktober 2006


Fotos der 'Brühl-Verhüllung'... mehr


Hotelhauptseite       Kunstsammlung       Galerie       Veranstaltungen