Leipziger Volkszeitung     11. Januar 2007

Sehr ruhig, sehr wach

Ausgleich tanken mit Markus Bläser im Galeriehotel Leipziger Hof

Ein Saturn-Jahr ist da, aber dieser Maler läutet es mit maßvollster Ausgewogenheit ein. Geist und Tat, wissen die Sterne, geraten jetzt dank Saturn durcheinander (Konflikte mit Neptun vermutlich). Und wie wird sich Pluto verhalten, der labile Geselle, nachdem er kein Planet mehr sein darf? Doch bevor die Schicksalskugeln rollen, hat Markus Bläser noch wunderbare Reserven an Stabilität und Ausgewogenheit in die Welt entlassen und seine Ausstellung in der Galerie des Leipziger Hofs ins neue Jahr ausgedehnt. Es beginnt also ruhig und stabil, schön und licht.

Geboren 1976, überschreibt Bläser trocken als "Zone 30", was er als Meisterschüler bei Sighard Gille, kurz davor und danach gemalt hat. Als Lehrer seines Studiums nennt er Dietrich Burger und Arno Rink, bei dem hatte er diplomiert.

Freilich, ein "ganzer Ruhiger" ist Bläser nicht. In den Kohlezeichnungen brodelt es. Sie suchen Räume und verbergen den schnellen Vorgang nicht. Dazu wird geschnitten und geklebt. Frotzelnde Titel leiten den Geist auf Umwege.


Studentin "Am Ring" (Ausschnitt) heißt dieses Bild von Markus Bläser - zu sehen in der "Zone 30"-Ausstellung im Galerie Hotel Leipziger Hof. (Foto: Wolfgang Zeyen)


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