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05.01.96
Dämmerung zwischen Pavillons:
1978 aquarellierte Tübke den Puschkinpark in der Stadt,
die da noch Leningrad hieß. Foto: Kemper
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Ein kunstversessener Physiker setzt
auf den "alten Meister"
Mit Tübke als Werbeträger öffnet Galerie
Leipziger Hof
Eine Lithografie kostet um 1200, für ein Aquarell muß
man schon 7500 Mark berappen. Aber immerhin: Es handelt sich
beim Künstler um Herrn Tübke, d e n "alten Meister"
zumindest unter den ostdeutschen Malern. Dieses Leumunds wegen
und weil er außerdem Leipziger ist, hat Klaus Eberhard,
kunstversessener Physiker aus München und seit einiger
Zeit Hotelier zu Leipzig, seine hauseigene Galerie mit einer
37 Werken starken Tübke-Schau eröffnet. Die Idee trägt
den Titel "Kunst-Hotel" und gerade im "Leipziger Hof" (Hedwigstr.
1-3 der Messestadt) erste Früchte. Im freundlich-konkurrierenden
Kontakt mit anderen Ausstellern von Herwig Guratzsch (Bildermuseum)
bis Klaus Werner (Galerie für zeitgenössische Kunst)
haben Eberhard und frischbestallte Galeristin Anke Krause ein
Konzept entwickelt, das "Kunstgenuß als selbstverständlichen
Lebensteil" begreift. So meldet sich das Haus zunächst
in zarten Pastelltönen, aber sehr selbstbewußt in
der Phalanx der örtlichen Galerien an (geöffnet dienstags
bis freitags von 16-20, sonnabends von 11-14 Uhr). |