Galerie Hotel Leipziger Hof
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08.12.03

Unicef: Kunst-Auktion und Künstler-Hilfe

76 von 89 Objekten kamen unter den Hammer / Spendensammlung am Schauspielhaus

Leipzig (Eig. Bericht). Großes Interesse herrschte am vergangenen Freitagabend an der Kunstauktion im Galerie-Hotel „Leipziger Hof“ zu Gunsten der traditionellen Unicef-Weihnachtsspendenaktion unserer Zeitung. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Liberia – Hilfe für Kinder nach dem Krieg“. Die Versteigerung brachte einen Spendenerlös von exakt 13 324,50 Euro, der auf die Leipziger Konten des UN-Kinderhilfswerkes fließt.
Zu den begehrtesten Kunstwerken gehörten Arbeiten von Neo Rauch, Werner Tübke, Gerald Müller-Simon, Gert Pötzschig, Michael Möbius, Katrin Kunert, Akos Novaky, Michael Triegel, Jürgen Raiber und Sieghard Gille. Von den 89 angebotenen Gemälden, Grafiken und Plastiken kamen 76 erfolgreich unter den Hammer.
Für Unicef setzte sich in diesem Jahr auch das Ensemble des Leipziger Schauspiels wieder ein. Bis Silvester wollen dessen Mitglieder nach jeder Vorstellung beim Publikum um Spenden bitten. Den Auftakt der Aktion erlebten die Besucher des Antikriegsstücks „Troilus und Cressida“ am Sonnabend im großen Haus in der Bosesstraße. Vor zwei Jahren hatten die Schauspieler rund 29 000 Mark gesammelt. (Leitartikel)


Versteigerung für Unicef –
„ganz einfach gut gelaufen“

13,324,50 Euro auf die Unicef-Konten zu Gunsten der Kriegskinder in Liberia: Ein solch tolles Ergebnis war in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht unbedingt zu erwarten. Von den 89 am Freitagabend bei der Kunstauktion im Galerie-Hotel „Leipziger Hof“ zum Aufruf gekommenen Werken fanden 76 neue Besitzer. Das entspricht einer Versteigerungsquote von 85 Prozent.

„Hoch zufrieden“ waren natürlich zu altererst die Organisatoren der Auktion: Klaus Eberhard, Chef des Galerie-Hotels „Leipziger Hof“, und die Leipziger Unicef-Arbeitsgruppe. „Die Mühe hat sich wirklich gelohnt“, freut sich Günter Wiesner, Pensionär und in seiner Freizeit einer der ehrenamtlichen „Unicefler“. Ein Vierteljahr lang hatte er die Modalitäten der Auktion vorzubereiten. Er nahm Kontakte zu den Künstlern auf und lernte sie dabei auch kennen; im übrigen mit der Erkenntnis, „dass das ja alles sehr nette Menschen sind“.
Das weiß der Besitzer des Hotels schon lange. „Die Auktion hat allen etwas gebracht: Geld für den guten Zweck und für die Künstler, die ja derzeit vielfach auch nicht gerade auf Rosen gebettet sind, und zufriedene Kunstfreunde“, sagt Klaus Eberhard. Was er nicht ansprechen wollte: Die Versteigerung warf auch ein paar nette neue Schlagzeilen für sein Haus ab, für das die Werbung mit der Kunst längst Programm ist. „Hier schlafen Sie mit dem Original“, lautet der gängige Slogan.


Ein Bier ließ sich nach dem „erfreulichen Ereignis“ Michael Möbius schmecken. Der Maler hatte eine seiner hiesigen Stadtan- und –einsichten beigesteuert. Der Einstiegspreis für sein Ölbild auf Papier, 80 mal 60 cm groß, war höchst moderat gewählt. Für 1000 Euro fand das Gemälde mit dem Titel „Industriebauten am Kanal“ einen Besitzer. „Damit wurde genau der Marktwert erreicht. 600 Euro fließen auf Unicef-Konto. Besser ging’s nicht“, so Möbius.
„Ganz einfach gut gelaufen“, sagte sich auch Arnd Schlutheiß, dessen zwei Radierungen „Kurt Masur bei der Probe“ (vom Dirigier-Meister signiert) und „schlafende Tänzerin“ ebenfalls umkämpft waren und smma sumarum 260 Euro für den guten Zweck einspielten. Routinier Schultheiß verfolgte im Gegensatz zu manch anderem Kollegen die von Bärbel Müller aus der Grafikgalerie Großpösna zügig durchgezogene Versteigerung. Er hatte dabei überhaupt keine Bedenken, mit dem Auktionatorinnen-Spruch „Zurück ins Depot“ konfrontiert zu werden. „Ich gehe immer weg“, war sich Schultheiß vorab sicher.
Immer gut gehen auch die Bilder von Gerald Müller-Simon: „Straße in Gohlis“ wurde von 1000 Euro auf 2400 gesteigert, womit 1400 Euro für Unicef blieben. Oder von Gert Pötzschig, dessen „Straße in Volkmarsdorf“ von 450 Euro auf 990 Euro kletterte. Oder von Sieghard Gille, dessen fröhlich-buntes „Leipzig-Kleinzschocher“ vom Ausrufpreis 1000 Euro auf 1600 Euro anstieg.
Vielkäufer des Abends war Kunstkenner und -Händler Claus Baumann, der auch im Auftrag der Sparkasse die Gelegenheit nutze, um manch preiswertes Stück – man könnte durchaus „Schnäppchen“ sagen – zu erwerben.

Volles Haus im Hotel: Mehr als 200 Kunst-Interessierte ließen sich das Auktions-Ereignis nicht entgehen.


Wem gebührt aber die Krone der Versteigerung? Keine Frage, LVZ-Kunstpreisträger Neo Rauch. Seine Lithographie „Mittags“ kam bei einem Ausrufpreis von 300 Euro erst beim Zuschlag von 2000 Euro unter den Hammer, der ein Hämmerchen war. Andreas Köngeter, Immobilienwirt in Leipzig, leistete sich das begehrte Kunst-Stück. „Ich bin mit dem festen Vorsatz hierher gekommen, den Rauch zu kriegen. Von ihm ist doch auf dem Markt kaum etwas zu einigermaßen vertretbaren Preisen zu haben. Zwar lagen die 2000 Euro letztlich auch über meinem Limit, doch dann dachte ich mir: ‚Jetzt musst du mithalten’“. Der Schwabe sammelt seit 1996 hiesige Kunst. Die hofft er sich auch weiterhin ab und an leisten zu können. „Der Markt ist schwierig, aber es läuft ganz gut.“
Dieser Satz kann ohne weiteres geltend gemacht werden für die Bilder der Kunstauktion. Denn nach fünf Jahren Pause war der Neubeginn mehr als ermutigend. (Hauptartikel)

Thomas Mayer

Ergebnisse der Auktion
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Letztes Update: 26.9.2006