Galerie Hotel Leipziger Hof
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24.11.2004

60 Künstler, 100 Werke - Auktion bringt Geld für Unicef

    Im Galeriehotel Leipziger Hof kommen am 10.Dezember wieder Gemälde, Grafiken und Plastiken preisgünstig unter den Hammer

    Der eine hatte gerade eine sehr schöne Ausstellung, der andere hat zurzeit eine, und die dritte hofft auf so eine Ehre und Möglichkeit der Darbietung ihres Könnens. Alle drei sind präsent bei der Kunstauktion für Unicef, die am 10. Dezember im Galeriehotel Leipziger Hof statt findet.

Gert Pötzschig, "Häuser am Park" (1998), Öl auf Hartfaser, 70 mal 85 cm

"Dabei sein ist in diesem Fall doch Ehrensache", sagt Gert Pötzschig. Auch bei den vergangenen Auktionen war er vertreten. Seine Bilder "gingen immer" und trugen zur guten Bilanz der Auktionen bei. Pötzschig stellte gerade eine umfangreiche Auswahl seiner Stadtbilder im Gohliser Schlösschen aus. "Das war ein Erfolg. Nun kann ich meinen Fans nur empfehlen, auch zur Auktion zu gehen. Ein ziemlich großes Bild von mir gibt's nämlich zu einem Preis, der wirklich dem guten Zweck geschuldet ist", sagt der Maler. In der Unicef-Kunstauktion sieht Pötzschig "zwei positive Aspekte in einem vereint": "Da ist natürlich der Fakt, helfen zu können. Und da gibt es die Möglichkeit, dass Künstler, die ja sonst in Leipzig nur noch sehr schwer die Möglichkeit haben, in der Öffentlichkeit präsent zu sein, für ihre Kunst ein Podium haben."

Gerald Müller-Simon, "Häuser" (2004), Öl, gerahmt, 70 mal 80 cm

Einer der treuen Begleiter der Unicef-Auktionen ist Gerald Müller-Simon. Am vergangenen Wochenende eröffnete er eine Schau mit überwiegend neuen Arbeiten im Künstlerhaus Hohenossig. "In regelmäßigen Abständen sehe ich den Alten doch sehr gern", merkte Ex-Universitäts-Kustos Rainer Behrends in freier Anlehnung an Goethes Faust zu den stimmigen, von Farbe und Licht getragenen Gemälden Müller-Simons an. Dessen Bilder werden mehr und mehr von Sonne ausgeleuchtet. Ogar ein bisschen blauer Himmel zeigt sich jetzt über Leipzig. Das tut diesen Stadt-Stillleben gut. Eins ist auch bei der Unicef-Auktion zu haben. Keine Frage, dass Müller-Simon wieder seinen Liebhaber findet.

Ute Haring, "Stelzenhaus" (1998), Radierung auf Eisen, 70,5 mal 28,5 cm

Auch die jüngere Künstlergeneration lässt sich immer wieder von Leipzig inspirieren. Ute Haring, seit Jahren abwechselnd in London und Leipzig zu Hause, hat es zum Beispiel das preisgekrönte Stelzenhaus angetan. Die Künstlerin kann auf eine interessante Vita verweisen. 1988, erst 21 Jahre alt, nutzte sie mit dem Wissen der Eltern einen Westbesuch beim Großvater zum Wegbleiben. 1989 gab es ein erstes Wiesersehen der familie in Ungarn. Bald darauf fiel die Mauer, und Ute Haring fing an, zwischen den Welten zu pendeln. Sie studierte Malerei und Grafik in London, unterrichtet jetzt dort auch und kommt an freien tagen immer wieder gern nach Leipzig. Dann malt sie in ihrem Atelier in der Oeserstrasse und hofft, doch irgendwann in Leipzig mit einer Personalausstellung vorzeigen zu können, was sie alles kann. "Wer hier nicht studiert hat, hat es nicht gerade leicht, hier präsent zu sein", weiß sie.

Christl Maria Göthner, "Ausgang" (2004), Mischtechnik auf Leinwand, 60 mal 90 cm
Egbert Herfurth, "Karneval der Bücher" (2004), mit signiertem Original-Acrylstich, 14,5 mal 23,5 cm
Ruth Habermehl, "Familie mit Baumgruppe" (2003), Öl/Cut out auf Papier, 21,5 mal 31 cm
Abu, Sierra Leone, "Meine Heimat" (2004), Öl auf Leinwand, 30 mal 40 cm

Abu, ein Maler aus Sierra Leone

Bildersuche in Freetown, in der Hauptstadt von Sierra Leone. Dank einheimischer Hilfe entdecken wir auf unserer Unicef-Tour in einer eigentlichen unerforschbaren Stadt doch noch den dafür zuständigen Markt. In einer zweietagigen Halle gibt es fast alles, was der Besucher in diesen Gefilden von solch einem Ambiente erwartet: Löwen, Elefanten, Giraffen geschnitzt aus edlem Holz, Schmuck, mal echt oder meist auch nicht, Stoffe, Tücher - doch wo sind die Bilder? "Sir, hier, sehr gute Ware...", klingt's ohne Ende in einem Gewirr von Ständen. Dann stehen wir vor Abu. Der junge Mann sagt, er sei ein Maler, "alles orginal, alles ganz, ganz echt". Dort wo er lebt, da male er die Bilder. Und wenn wieder welche fertig sind, komme er in die Stadt, um ein bisschen Geld damit zu verdienen. "Bitte kaufen Sie, bitte...". Wir kaufen für umgerechnet sehr wenig Geld Kunst aus Sierra Leone. Das Gemälde von Abu kommt somit zur Versteigerung. Der Aufrufpreis wird 50 betragen. Davon kann in einem der ärmsten Länder der Welt eine Familie gut einen Monat lang leben. Geht Abus Bild für mehr Geld weg-was wir hoffen -, dann geht es noch mehr Menschen für eine Zeit lang besser. Steigern Sie also mit!

©Thomas Mayer

Repros: LVZ



Unicef-Kunstauktion zu Gunsten der Sierra-Leone-Hilfe unserer Zeitung mit 100 Werken von 60 Künstlern aus Leipzig und Chemnitz am 10. Dezember, 19 Uhr, Galeriehotel Leipziger Hof, Hedwigstraße, Auktionator Bärbel Müller (Grafikgalerie Großpösna). Besichtigung der Arbeiten: Mittwoch, 8.12., Donnerstag, 9.12., jeweils 10 bis 20 Uhr, sowie am Tag der Versteigerung 10 bis 18 Uhr.
Internet: www.leipziger-hof.de


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Letztes Update: 26.9.2006