Galerie Hotel Leipziger Hof
Galerie Hotel Leipziger Hof
Hedwigstr. 1-3
04315 Leipzig
Tel: 0341/6974-0
Fax: 0341/6974-150

24. November 2005

Zurück in die Gegenwart

Kabarett-Urgestein Siegfried Mahler präsentiert im Leipziger Hof satirisch-humoristische Klassiker

Stellt satirisch-humoristische Klassiker vor: Siegfried Mahler

Die Idee hatte Klaus Eberhard, der Hotelier vom Leipziger Hof, zu der die Galerie „Leipziger Schule“ gehört. Gerade wurde in der Hedwigstraße im Leipziger Osten der zehnte Jahrestag der ersten Ausstellung in der Hotelgalerie gefeiert, 40 sind es bis heute insgesamt geworden. Oft verbunden mit kleinen Events aus anderen Kunstsparten, Konzerten beispielsweise. Derlei Kommunikation belebt die Galerie und soll ausgebaut werden. „Ich möchte da mal einen Kabarettisten haben, lass dir was einfallen“, sagte Eberhard deshalb zu Siegfried Mahler.
Dem Kabarettisten, Textautor und Regisseur Mahler, der 33 Jahre – von 1954 bis 1987 – auf den Brettern der Leipziger Pfeffermühle gestanden hat, fiel logischerweise eine Satire-Abend in. Aber kein Soloprogramm aktuellen Zuschnitts, sondern ein satirisch-humoristischer Klassiker-Abend. „Nur ideell mit heutiger Satire verbunden – zu Wort kommen Autoren des deutschsprachigen Kabaretts aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Bis 1933 und ein bisschen Nachkriegskabarett“, beschreibt Mahler den historischen Bogen seines Projekts, das heute in der Hotelgalerie startet. Dafür stehen Autoren wie Otto Julius Bierbaum, „Überbrettl“-Gründer Ernst von Wolzogen, Fritz Grünbaum ebenso wie Karl Valentin, Ringelnatz, Kästner oder Tucholsky. „Ich denke, ich habe da auch etliche unbekannte Texte ausgegraben“, meint Mahler, der sich sein ganzes Leben lang mit Kabarett-Geschichte(n) und -Literatur beschäftigt.
Heute als Hobby, früher auch beruflich. Die Pfeffermühle hat im Laufe ihrer Geschichte mehrere „Klassiker“-Programme herausgebracht – in den 60ern bereits „Heute geschlossene Gesellschaft?“ (1966) oder „Was wir ererbt von fremden Federn“ (1967). In beiden Fällen: Regie Siegfried Mahler. „In der DDR-Zeit hatten solche Programme natürlich her historischen Wert. Heute tendieren die Texte schon wieder zur Realsatire“, glaubt Mahler. Kein Griff in die Mottenkiste also. „Die Klassiker des Kabaretts sind wieder in der Gegenwart angekommen. Und bestehen bestens – wegen ihrer hohen literarischen Qualität und des perfekten Handwerks ihrer Schöpfer.“
Mahler wird einige knappe Erklärungen zu den gewählten Autoren geben und aus deren Texten lesen. Sie beim Lesen gestalten – und wirken lassen. Kein Info-Abend für Literatur-Insider also, sondern gute Unterhaltung für Kabarett-Interessierte.

Heute, 20 Uhr,
Leipziger Hof (Hedwigstr. 1-3),
Karten an der Abendkasse

Bernd Locker

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Letztes Update: 26.9.2006