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![]() Pressestimmen ------------------------------------------------------------------------------- Bürgerschreck,
ganz nahe am
Nerv der Zeit
"Vor der großen Flut": Das Kunst-Hotel Leipziger Hof
zeigt neue Arbeiten von Michael Fischer-Art
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Personalstil am Nerv der Zeit _____________________________ Er hat einen (nicht allseits beliebten, was aber kein Argument ist) Personalstil entwickelt, der nahe am Nerv der Zeit ist und dessen Vorgeschichte sich in einem Spannungsverhältnis zwischen Keith Haring und den U-Bahn-Grafitti beschreiben lässt. Der Vorwurf freilich, dass er diesen Stil gedankenlos und ohne Entwicklung nach Quadratmeterzahlen herunter schmiert, ist schlechterdings falsch. Das belegt in schöner Weise jetzt die Ausstellung im Kunst-Hotel „Leipziger Hof“. Fischer-Art ist in Südamerika gewesen und die dort anzutreffende Farbintensität konnte, was eigentlich erstaunlich ist, seine Buntheit noch toppen. Aber es ging für ihn nicht um noch mehr Farbigkeit, sondern plötzlich wieder um den Farbauftrag. Die bei ihm lange vorherrschende Oberflächenglätte ist einem pastosen Farbeinsatz gewichen, der die Spuren des Machens trägt. Es gibt sogar Bilder, die man diesem Künstler nie zuordnen würde, wohl aber den französischen Impressionisten („Regenwald“). Daneben gibt es Formen einer neuen Farbeleganz in Gold, Silber und Braun („Fluchtgeganke“), die so bei ihm nie gesehen wurden. Auch die Rückgriffe auf seine allerersten Bilder, die sehr an die Art brut („Nachtwache“) erinnern, zeigen die neuerliche Beschäftigung mit dem künstlerischen Handwerk.
________________________________ Lohnender Blick auf den Zeichner ________________________________ Und was das betrifft, lohnt durchaus auch ein Blick auf den Zeichner Fischer-Art. Seine Tuschblätter, die an durchzechte Nächte in der Berliner Paris-Bar, wo einst Klaus Kinski randalierte, erinnern, sind grazil und sensibel, ohne dabei den bösen Blick auf die Tischnachbarn (siehe Schickeria) zu verlieren. Zugegeben: Es gibt auch Grenzen. Manchem Thema kann man sich wohl kaum mit grellen Farb- und Figuren-Gewittern nähern. Das schmerzhafte New York/Afghanistan-Thema, von ihm in mehreren Bildern behandelt, sprengt in seiner vielschichtigen Dimension einfach die Möglichkeiten dieser Malerei, wenn nicht die Malerei überhaupt. Hier gibt sich der bekennende Pazifist Fischer-Art einen agitatorischen Touch, den er aber selbst sofort wieder aushebelt. Diese Bilder sind sicher zu diskutieren, beschädigen aber nicht die insgesamt erfreuliche Begegnung mit Fischer-Art, die ihn weit vielschichtiger zeigt als manche seiner gewohnten Selbstdarstellung. Peter Guth Bis zum 20.01.2002 im Kunst-Hotel Leipziger Hof, Hedwigstraße 1-3, täglich 10-20 Uhr. Internet: www.leipziger-hof.de Hotelhauptseite Galeriehauptseite Presseberichte |
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