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Galerie Hotel Leipziger Hof
Hedwigstr. 1-3
04315 Leipzig
Tel: 0341/6974-0
Fax: 0341/6974-150
Die Kunstsammlung
Jeden Freitag um 18 Uhr: Führung (kostenlos) durch die Sammlung mit anschließendem Gedankenaustausch im Restaurant (im Sommer im Biergarten).

Die Sammlung wird von Kunsthistorikern aus dem In- und Ausland und von den kunstinteressierten Gästen des Hauses immer wieder als eine der besten und umfangreichsten Sammlungen der sogenannten "Leipziger Schule" und der Gegenwartskunst in Leipzig bezeichnet.
Abb. 1, Gerald Müller-Simon, Umgestaltung des Karl-Marx-Platz, 1986, Öl auf Hartfaser,
90 cm x 90 cm

Müller-Simon, Umgestaltung des Karl-Marx-Platz, 1986


Diese außergewöhnliche, private Kunstsammlung in Leipzig's Kunsthotel zeigt über 200 Werke. Die meisten stehen in enger Beziehung zur Stadt Leipzig. Sie sind kunsthistorische Dokumente dieser kurzen Phase junger deutscher Geschichte, der Wendezeit, die von hier ihren Ausgang nahm,. Die Sammlung ist öffentlich zugänglich und ist täglich von 10 bis 20 Uhr kostenlos zu besichtigen.

Der Sammler, Klaus Eberhard, ist Gründer und Eigentümer des Hotels. Er hat Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und andere Arbeiten aus den 80er und 90er Jahre bis zum heutigen Tage zusammengetragen. Hinzugekommen sind ebenso Arbeiten früherer Epochen bis zu den 20er Jahren, wenn ihm dies für die Sammlung wichtig erschien.

Abb. 2, Heinz Müller, Leipzig im Regen, 1976, Öl auf Hartfaser,
58 cm x 78 cm
Heinz Müller, Leipzig im Regen, 1976

Die Arbeiten spiegeln vielfältige künstlerische Ansätze - auch im Rahmen der "Leipziger Schule" - wider. Die einen zeigen Leipziger Motive, andere wiederum nehmen Bezug auf zeitgeschichtliche Ereignisse, die in besonderer Weise die Stadt geprägt haben oder - besonders in den letzten Jahren - von Leipzig aus ihre Impulse bekamen.

Abb. 3, Wolfram Ebersbach, Grünes Ampellicht, 1989, Öl auf Leinwand, 140 cm x 140 cm
Wolfram Ebersbach, Grünes Ampellicht, 1989

Die Arbeit "Umgestaltung des Karl-Marx-Platzes" (1986, Abb.1) von Gerald Müller-Simon zeigt die auf den (heute wieder so genannten) Augustusplatz "gelegte" Paulinerkirche; das Bild drückt Trauer und Sinnlosigkeit über die Sprengung der Paulinerkirche im Jahre 1968 aus.

Die Sammlung gibt eine breite Übersicht über das spannungsreiche Kunstspektrum Leipzigs, gelegentlich ergänzt durch nicht unmittelbar auf Leipzig bezogene Arbeiten.

Abb. 4, Hanns Rossmanit, Brücke in Connewitz, 1949, Öl auf Leinwand, 53 cm x 77 cm
Hanns Rossmanit, Brücke in Connewitz, 1949

Intime persönliche Ansichten der Stadt führen von Heinz Müller ( "Leipzig im Regen", 1975, Abb.2 ) über Wolfram Ebersbach ("Grünes Ampellicht", 1989, Abb.3) bis zu dem futuristisch anmutenden Bild "Leipzig im Nebel" (1994) von Jan Vancura, das der Künstler während eines Gastaufenthaltes im Atelier Leipziger Hof malte und dem Hotel schenkte.


Abb. 5, Bernhard Heisig, Max Beckmann, 1983, Lithographie, 24 cm x 28 cm
Bernhard Heisig, Max Beckmann, 1983

Viele Leipziger Maler der älteren Generation haben in zahlreichen Bildern und Zeichnungen in verschiedenster Form ihre sich ständig verändernde Stadt zu porträtieren versucht: Die Stadt seit Ende der 20er Jahre bis heute ist in ausdrucksstarken Arbeiten von Hanns Rossmanit zu sehen. "Straße in Zöbigker" aus dem Jahre 1929, "Motiv in Leipzig Lindenau" von 1932 oder auch das im Jahr 1949 geschaffene Gemälde "Straßenbrücke in Connewitz" (Abb.4) sind eindrucksvolle Ansichten der Stadt.

Abb. 6, Wolfgang Mattheuer, Jahrhundertschritt, 1989, Linolschnitt, handcoloriert, 85 cm x 100 cm
Wolfgang Mattheuer, Jahrhundertschritt, 1989

Ergänzt werden diese frühen Stadtansichten durch Arbeiten von Heinz Müller und Gerd Pötzschig aus den 50er und 60er Jahren, wie "Georg-Schwarz-Straße" (1953) oder "Lortzingstraße" (1956).

Die Werke von Künstlern und Lehrern der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig werden häufig unter dem Begriff "Leipziger Schule" geführt.

Mit Bernd Heisig ("Max Beckmann", 1983, Abb.5), Wolfgang Mattheuer ("Jahrhundertschritt", 1989, Abb.6), Hans Mayer-Foreyt und Arno Rink ("Unterm Tuch", 1994, Abb.7) sind typische Arbeiten unterschiedlicher Sujets in die Sammlung gekommen.

Abb. 7, Arno Rink, Unterm Tuch, 1994, Öl auf Hartfaser, 120 cm x 140 cm
Arno Rink, Unterm Tuch, 1994

Von der heutigen Generation der Hochschullehrer sind zahlreiche Arbeiten, beispielsweise von Wolfram Ebersbach, Reinhard Minkewitz ("Kauernde Figur", 1992, Abb.8) und Neo Rauch ("Marineschule", 1995, Abb.9), vertreten.

Abb. 9, Neo Rauch, Marineschule, 1995, Öl auf Papier, 78 cm x 107 cm
Neo Rauch, Marineschule, 1995

Der seit der Wende aus den Fugen geratene Bausektor in Leipzig wird in Joachim Scholz' Gemälde "Blick zum ausbaufähigen Dachgeschoß" (1994, s. Umschlag) treffend pointiert. Die derzeitige gewaltige Bautätigkeit in Leipzig wird auch in "Kräne" (1994) von Gerald Müller-Simon eindrucksvoll dokumentiert.

Abb. 8, Reinhard Minkewitz, Kauernde Figur, 1992, Farbradierung, 70 cm x 95 cm
Reinhard Minkewitz, Kauernde Figur, 1992
Abb. 10 Günter Richter, Wettbüro, 1994, Öl auf Leinwand, 91 cm x 113 cm
Günther Richter, Wettbüro, 1994

Ein Blick über den zentralen Stadtteil Neustädter Markt, in dem sich auch das Galerie Hotel Leipziger Hof befindet, wird in Wolfgang Mattheuer's Zeichnung "Leipzig" (1975) gegeben. Und Günter Richter zeigt in mehreren, für ihn typischen Bildern den drohenden Verfall vieler Häuser in Leipzig. Eines der bekanntesten ist das "Wettbüro" (1990, Abb.10) aus dem Jahre 1990.

Christl Maria Göthner zeigt die "Waldstraße" (1994), an die sich einer der ehemals schönsten Leipziger Stadtteile anschließt.

Abb. 11, Arnd Schultheiss, Kurt Masur, 1984, Radierung handcoloriert, 73 cm x 54 cm
Arnd Schultheiss, Kurt Masur, 1984

Neben Stadtmotiven sind zahlreiche andere Arbeiten, wie Interieurs oder Stilleben, von Leipziger Künstlern in der Sammlung vertreten, wie beispielsweise das im Restaurant des Hotels zu sehende großformatige Ölbild "Tischgesellschaft" von G.A. Schulz.

Im Jahre 1992 entstand eine Serie von Radierungen, die von 18 Leipziger Künstlern im Rahmen eines Grafik-Symposiums anläßlich des 250jährigen Bestehens des Gewandhausorchesters geschaffen wurde.

Auch die im Gewandhauszimmer des Leipziger Hofs zu sehenden Dirigenten- und Solistenporträts von Arnd Schultheiss ("Kurt Masur", Abb.11), weisen auf die bedeutende Rolle Leipzigs als Musikstadt hin.

Max Schwimmer, Interieur, Aquarell, um 1950
Max Schwimmer

Aus einem privaten Nachlass konnten zahlreiche Arbeiten von Max Schwimmer für die Sammlung erworben werden. Max Schwimmer baute die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig nach dem 2. Weltkrieg wieder mit auf. Er war Lehrer zahlreicher Studenten, die später die 'Leipziger Schule' begründeten, so z. B. von Bernhard Heisig.

Abb. 12, Käthe Kollwitz, Städtisches Obdach, 1926, Lithographie, 50 cm x 62 cm
Käthe Kollwitz, Städtisches Obdach, 1926

Bei den Arbeiten, die sich nicht direkt auf Leipzig beziehen, von Künstlern aus anderen Regionen geschaffen, hebt sich besonders die Lithographie "Städtisches Obdach" (Abb.12) aus dem Jahre 1926 von Käthe Kollwitz hervor.

Die großformatigen, farbenfreudigen Siebdrucke "Augen, Zone D" und "Köpfe, Zone D", von A.R. Penck
Abb. 13, A. R. Penck, Für den Leipziger Hof (Augen, Zone D), 1991, Farbsiebdruck, 79 cm x 55 cm
A. R. Penck, Für den Leipziger Hof, 1991
wurden 1991 in der Ausstellung "Zone D - Innenraum" des Förderkreises der Leipziger Galerie für Zeitgenössische Kunst erstmals gezeigt. Einen Farbsiebdruck des Ausstellungsplakats (Abb. 13) hat der Künstler der Sammlung geschenkt.

Drei Jahre nach der Eröffnung des Galerie Hotels Leipziger Hof wurde - in Ergänzung zur ständigen Sammlung des Hotels - im Dezember 1995 die Galerie Leipziger Hof mit Arbeiten von Werner Tübke eröffnet.

Wechselnde Ausstellungen in der Galerie sowie Einladungen an auswärtige Künstler zu einem Atelieraufenthalt im Leipziger Hof werden auch in Zukunft für eine spannende und interessante Begegnung mit der Kunst unserer Zeit im Leipziger Hof sorgen.

Gelegentlich lädt der Leipziger Hof seine Gäste zu einem Kommunikationsforum in zwangloser Form in die Galerie ein.


Gedankenaustausch und ein gegenseitiges Kennenlernen von Gästen, Galeriebesuchern und Künstlern liegen ganz in der langen Tradition Leipzigs als weltoffene Stadt der Kunst und der Musik.

Bei der Zusammenstellung der Sammlung haben uns namhafte Leipziger Kunsthistoriker unterstützt. Unser Dank gilt Herrn Rainer Behrends, Kustos der Universität Leipzig, Herrn Dr. Dietulf Sander, Leiter der Gemäldesammlung des Museums der bildenden Künste Leipzig, Herrn Dr. Peter Guth, Kunsthistoriker, Autor und Journalist, Herrn Dr. Günter Meißner, Leipziger Kunsthistoriker, Herrn Prof. Dr. Klaus Werner, ehemaliger Direktor der Leipziger Galerie für Zeitgenössische Kunst und heute Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, sowie zahlreichen anderen. Ein ganz besonderer Dank gilt den Künstler, die teilweise - auf wiederholte Bitten des Sammlers - Arbeiten in die Sammlung gaben, die zu den wichtigsten ihres Oevres gehören und/oder zu denen sie aufgrund der zeitgeschichtlichen Vorgänge in Leipzig, ihrer Heimatstadt, ein ganz besonderes Verhältnis haben.

Führung durch die Sammlung jeden Freitag um 18 Uhr, anschließend besteht Gelegenheit zum gemeinsamen Künstlermenü, das zu jeder neuen Ausstellung vom Künstler der Ausstellung und von unserem Küchenchef kreiert wird Führung und Menü.


[Rundgang]





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Letztes Update: 26.9.2006