5. Dezember
2005
Ein
kräftiges Hoch am Kunst-Barometer
Auktion
für Unicef ein voller Erfolg / 21 176 Euro für das
LVZ-Spendenkonto
Unicef
hatte zur Benefizauktion geladen - und viele Kunstinteressierte
kamen ins Galeriehotel Leipziger Hof. Unter ihnen Georg Girardet,
der Kulturbeigeordnete der Stadt Leipzig. Er würdigte
die LVZ-Weihnachtsspendenaktion zu Gunsten des UN-Kinderhilfswerkes
und motivierte, fleißig zu steigern. Auktionatorin Bärbel
Müller schwang über drei Stunden den Hammer. Dass
am Ende ein Erlös für das Spendenkonto in Höhe
von 21176 Euro heraussprang, machte die Organisatoren um Günter
Wiesner, Leiter der Leipziger Unicef-Arbeitsgruppe, stolz.
"Mit so einem tollen Ergebnis hatten wir nicht gerechnet,
liegt es doch um ein Drittel über dem des Vorjahrs. Die
wochenlange Vorbereitungsarbeit war nicht umsonst."
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ist bei der Versteigerung des Bildes "Planktonartiges"
von Guntram Walter das erste Gebot da (Foto: Wolfgang
Zeyen) |
Der Erfolg hat freilich viele Väter. Da sind die Leipziger
Künstlerinnen und Künstler zu nennen, die meist
sehr gute Kunst zu moderaten Aufrufpreisen zur Verfügung
stellten. Zu den Höhepunkten der Auktion zählten
Gemälde von Annette Schröter, Gerald Müller-Simon
und Sighard Gille. Dessen "Plagwitz mit Liebfrauenkirche"
brachte allein 1250 Euro für Unicef und wurde mit 1350
Euro für das Kinderhilfswerk nur noch übertroffen
von Ilse Rex-Lenius' "Das Auge". Die Künstlerin
ist im thüringischen Friedrichsrode zu Hause, erlebte
die Auktion aber selbst mit: "Das war total spannend
und mit viel Herzklopfen verbunden."
Auch der Leipziger Maler Peter Hoffmann wollte im Gegensatz
zu seinen meisten anderen Kollegen sehen, wie "die Kunst
geht". "Aufregung pur kann ich da nur sagen",
lautete sein Kommentar. Er freute sich, dass sein Ölbild
in Erinnerung an Worpswede einen Interessenten fand. Umkämpft
waren Arbeiten von Akos Novaky, Barbara Burck, Katrin Kunert,
Martina Munse, Ute Haring, Reinhard Minkewitz und Jörg
Ernert. "So eine Auktion ist ein Barometer", kommentierte
die Frau mit dem Hammer ihren einen oder anderen Zuschlag,
begleitet mitunter von der Bemerkung "Gratulation",
wenn eine schöne Arbeit nach Kampf erworben werden konnte.
Musste die Auktionatorin "Zurück ins Depot"
sagen, war hingegen klar, dass das Bildangebot wohl doch nicht
den Ansprüchen genügte. Unter die Rubrik "Schnäppchen"
war Ingolf Schelhorns Ölbild "Fenster" einzuordnen.
Kunstkenner Claus Baumann freute sich, dass er dafür
nur 900 Euro hinblättern musste.
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Dank
an die Künstler - und ebenso an das zahlungsfreudige
und sachkundige Publikum, dem nichts vorzumachen war. Man
hatte sogar die anfängliche Aufforderung der Auktionatorin,
dass so eine Versteigerung "auch mal weh tun müsste,
dem eigenen Portemonnaie nämlich", vielfach ernst
genommen. Zu den nicht kleinlichen Kunstfreunden zählte
Gerd Schmidt. Für den Anwalt ist die Unicef-Auktion alljährliche
Pflicht und wunderbare Möglichkeit, gute Kunst zu erwerben.
Er freute sich über den Erwerb mehrerer Bilder, was er
auch als Zeichen des Vertrauens in die Qualität der bildenden
Kunst Leipzigs verstanden haben will. Diese Art Mäzen
engagiert sich auch im Förderverein des Bildermuseums.
Dass ihm der jetzt ein Jahre alte Neubau doch mehr Sorgen
als Freude bereitet, wollte er übrigens gar nicht verschweigen:
"Ich hoffe, die Torso-Zeit ist bald vorbei."
"Ein sehr erfreuliches Ergebnis für den sehr guten
Zweck", kommentierte Girardet die Auktion und ging "nur
mit guten Eindrücken" nach Hause. Manch einer hatte
dazu noch ein oder sogar mehrere Bilder unterm Arm. "Die
nächste Kunstauktion kommt bestimmt", versprach
Günter Wiesner und ließ sich zu später Stunde
mit seinem Team der Ehrenamtlichen das wohl verdiente Bier
schmecken.
Das spendierte, auch rundum zufrieden, Hotel- und Galeriechef
Klaus Eberhard.
Thomas
Mayer
Leipziger
Unicef-Hilfe:
Sparkasse Leipzig
Konto 1100 100 100
BLZ 860 555 92
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