Bildzeitung
M�nchner Physik-Professor machte sein Gl�ck im Osten
Hier lesen Sie seine Erfolgs-Formel...
Von C. ATTENBERGER
M�nchen - Manchmal lohnt sich's halt doch, gegen den Strom zu schwimmen. Als die Ossis in Scharen gen Westen wuselten, da fuhr der M�nchner Physik-Professor Klaus Eberhard (69) vor 20 Jahren genau andersrum. Heute ist er Million�r, - Bilder-Million�r. Der Osten war sein Gl�ck.

Gleich 1989 hat Eberhard das alte Gr�nderzeit-Gem�uer in Leipzig gekauft, ein sch�nes Hotel ("Leipziger Hof") draus gemacht. Motto: "Bei uns schlafen Sie immer mit einem Original". Und das stimmt, selbst wenn sich Ihre Lebendbegleitung mal als die bullige Kopie einer Kopie erweisen sollte. Bei Eberhard ist wenigstens das Zeug an der Wand echt. In jedem seiner 74 Hotel-Zimmer h�ngt original �rtliche Kunst. Die hat der Professor schon gekauft, bevor sie unter dem Label "Neue Leipziger Schule" unbezahlbar wurde. Sein Erfolgsgeheimnis: Z�he Atelierbesuche. "F�r einige Bilder habe ich jahrelang mit dem Maler k�mpfen m�ssen." So manches Gro�-Talent der Szene hat Eberhard im Fr�hstadium abgefischt. Star-Maler Martin Kobe hat sich so als Nachtportier im "Leipziger Hof" sein Studium verdient.


Heute beherbergt Eberhard Millionenwerte. Da ger�t der Hotelgast schon mal in Versuchung: Zwei Aquarelle wurden geklaut. Neo Rauchs "Marineschule" hat Eberhard dann lieber freiwillig abgeh�ngt. Das Ding war einfach zu wertvoll. �ber den Gesch�ftserfolg hat Eberhard zur neuen Heimat gefunden. Selbst die Golffreunde locken den passionierten Spieler (Handicap 13,3) nur noch selten nach M�nchen. "90 Prozent meiner Zeit bin ich in Leipzig". Und da will er auch nicht weg, wenn er die Hotellerie mal an den Nagel h�ngt: "Ich werde immer zwischen M�nchen und Leipzig pendeln." Mental sind sie sich ja nahe, der Sachse und der Bayer - "die Offenheit, das Interesse, die Lebensfreude - das unterscheidet sie von der h�rteren Preu�en." Mehr Einheit geht nicht.
 
Quelle: Bild Zeitung M�nchen. 05. November 2009 zu den Artikeln
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