Galerie Hotel Leipziger Hof
Galerie Hotel Leipziger Hof
Hedwigstr. 1-3
04315 Leipzig
Tel: 0341/6974-0
Fax: 0341/6974-150

22.09.97

Mal amüsiert's locker-leicht, mal tut's richtig weh: Die Karikaturen von Rainer Schade und Luis Murschetz haben Biß. Fotos: André Kempner

Leipziger Hof präsentiert Murschetz und Schade

Viel politische Schärfe beim Gipfeltreffen im Hotel

Wenn Ost- und Westdeutsche aufeinandertreffen, gerät noch immer manches schief - oder auch schräg. Vielleicht erklärt das den Titel der Ausstellung, die seit dem Wochenende in der Galerie Leipziger Hof zu sehen ist. "Schräglage" heißt die Schau, und sie präsentiert politische Karikaturen und satirische Blätter vom Leipziger Rainer Schade und vom Münchener Luis Murschetz. Die Idee hatte Hotel- und Galeriebesitzer Klaus Eberhard. Er wollte zeigen, "wie zwei Zeichner aus Leipzig und München die letzten Jahre gesehen haben".

So entstand eine Ausstellung, die in mehrfacher Hinsicht eine Konfrontation bedeutet: zwischen zwei Karikaturisten unterschiedlicher Herkunft und stilistischer Prägung, aber auch zwischen andersartigen Besuchererwartungen und -erfahrungen.

Wer Murschetz von seinen Arbeiten für die Süddeutsche Zeitung oder "Die Zeit" kennt, muß nicht unbedingt wissen, wer Schade ist. Anderen wird eher Schade aus dem "Eulenspiegel" oder der LVZ ein Begriff sein. So gibt's für jeden Neues zu sehen und Bekanntes wiederzuentdecken. Das ist immer unterhaltsam, oft anregend und nicht selten erregend. Denn bei allem Witz und Spielerischem lassen es beide nicht an Schärfe fehlen. Da zeigt Murschetz Bonn als einen "Platz des himmlischen Friedens", oder Schade einen Geheimagenten. Der Mantel ist ausgebreitet, im Angebot des Buchladens. Plutonium. Da strahlt der Betrachter, auch wenn das Lachen im Halse stecken bleibt.

Fest steht: Man hat schwer zu schlucken. Aber das ist nun mal so - bei brillianten Karikaturisten. JoD


Bis zum 15. November, Mi bis Fr 16-18.30 Uhr oder nach Vereinbarung. Galeriehotel Leipziger Hof, Hedwigstr.1-3, Telefon 69740.


Luis Murschetz und die drei Tenöre

Frage: Herr Murschetz, Sie sind das erste Mal in Leipzig?

Luis Murschetz: Ja, das ist meine erste Ausstellung hier und mein erster Besuch in der Stadt.

Und wie ist Ihr Eindruck?

Eigentlich habe ich nur den Bahnhof gesehen, ein imponierender Bau. Aber ich komme wieder, zur Premiere von "Die Nase" an der Oper. Meine Tochter Annette macht nämlich das Bühnenbild.

Sie thematisieren vieles: Politik, Umwelt oder die drei Tenöre. Woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Paul Flora hat mal gesagt: "Die Ideen kommen bei der Arbeit". Und das stimmt. Bevor ich ein Bild beendet habe, sind im Kopf drei andere fertig. Die muß ich dann allerdings noch zeichnen.

Gibt es Zeichnungen hier, die Ihnen besonders wichtig sind?

Ja, das "Drei-Liter-Auto" zum Beispiel. Weil mich die Umweltthematik immer umgetrieben hat.

Und die drei Tenöre?

Ich habe noch nie soviel Resonanz erlebt wie bei dieser Serie. Nur von den Tenören habe ich nichts gehört, obwohl ich Carreras und Domingo kennengelernt habe, bei einem Benefiz-

Fußballspiel. Herr Carreras spielt sehr gut.

Und Herr Domingo?

Der spielt sehr gerne.

Interview: Joachim Deggerich

Luis Murschetz: "Die Ideen kommen bei der Arbeit."
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Letztes Update: 26.9.2006